Kurz zum Hintergrund: Acrylamid ist ein Stoff, der beim starken Erhitzen von stärkehaltigen Lebensmitteln natürlich entsteht , beim Backen, Frittieren und eben auch beim Kaffeerösten. Er lässt sich beim Rösten nicht komplett vermeiden, wohl aber deutlich reduzieren. Die EU hat dafür einen Richtwert festgelegt: Für gerösteten Kaffee liegt er bei 400 µg/kg.

Ehrlich gesagt: Für die ganzen Bohnen unseres entkoffeinierten Kaffees liegen uns aktuell keine eigenen Analysewerte vor. Die letzten Analysen von entkoffeiniertem Mahlkaffee mit vergleichbarem Röstgrad (Filterkaffee) lagen im Bereich von 250 bis 300 µg/kg  und damit deutlich unter dem EU-Richtwert. Da Röstgrad und Röstverfahren die entscheidenden Faktoren für die Acrylamid-Bildung sind, ist bei den ganzen Bohnen ein vergleichbarer Wert zu erwarten.

Diesen Richtwert haben wir bisher immer eingehalten. Das ist kein Zufall, sondern liegt an der Art, wie wir rösten: Unsere Kaffees werden im Langzeit-Trommelröstverfahren geröstet , 16 bis 22 Minuten bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen von 170 bis 210 °C. Und genau da liegt der Zusammenhang: Acrylamid entsteht vor allem bei hohen Temperaturen. Je niedriger und schonender geröstet wird, desto weniger davon bildet sich. Unsere Röstung haben wir zwar in erster Linie für den Geschmack entwickelt ,wenig bitter, säurearm, aromatisch. Dass dabei auch weniger Acrylamid entsteht, gehört aber fest dazu.